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Flecken Lauenau

mit dem Ortsteil Feggendorf
Einwohnerzahl: 4.061
Bürgermeister: Heinrich Laufmöller

Bier und Möbel haben den Flecken Lauenau weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannt gemacht. In der noch heute als Einkaufsmittelpunkt für das Umland geltende Gemeinde haben viele junge Familien ein eigenes Zuhause gefunden. Sehenswerte Rittergüter, eine baulich interessante Kirche, historisches Fachwerk und originelle Denkmäler, wie der "Fleckendiener" wollen entdeckt werden. Kenner schätzen den Spaziergang entlang der Aue oder die Wanderung von Feggendorf zum alten Kohlestollen im Deister.

In Lauenau ließen die Herren von Münchhausen zwischen 1596 und 1600 ein Schloß errichten. Vermutlich wurde dieses vom Hamelner Baumeister Johann Hunderttossen erbaut. 1606 wurde das Schloß um den sechseckigen Treppenturm erweitert. Die renaissancetypischen Verzierungen sind überall zu entdecken. Das Schloß Meysenbug z.B. in Lauenau hat seinen Ursprung in einem Gebäude, das 1610 von der Familie von Zersen errichtet wurde. 1849 wurde dieses Gebäude mit dem dazugehörigen Gut durch den kurfürstlich-hessischen Gemeindekabinettsrat Freiherr Karl Rivalier von Meysenbug als Lehen übernommen. Er ließ das Gebäude 1858 im Tudorstil (englische Gotik) erneuern und die Wassergräben rundherum auffüllen. 1897 kam links vom Turm ein Erweiterungsbau dazu. Malvida von Meysenbug, eine der ersten Frauenrechtlerinnen, lebte in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts zeitweise hier. Sie pflegte Kontakte zu vielen bekannten Persönlichkeiten der damaligen Zeit, u. a. zu Richard Wagner und Friedrich Nietzsche.

   
 
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